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Deutsche Eisenbahnen, das waren und sind nicht nur die staatlichen Netze in Eigentum und Betrieb von Ländern, Reich und Bund. Es waren und sind auch die vielen eigenständigen Bahnbetriebe in privater oder kommunaler Trägerschaft. Dem allumfassenden Vereinheitlichungswerk für den Lokomotivpark der Deutschen Reichsbahn aus den zwanziger Jahren steht das weit weniger bekannte Normungsprogramm für die Zugförderung auf den Kleinbahnen mit der eigenartigen Verschlüsselung „ELNA“ für den „Engeren Lokomotiv-Normen-Ausschuss“ gegenüber. Sonderwünsche der Besteller und die Traditionen der Lokomotivbaufirmen führten zu einer faszinierenden Breite der Varianten von eigentlich nur sechs Grundtypen vierachsiger Tenderlokomotiven. Die Zeit ging über das durchdachte Konzept schnell hinaus: Kaum hatten sich die ersten Maschinen bewährt, vereitelte die Weltwirtschaftskrise weitere Bestellungen. Als sich der Verkehr wieder belebte, verlangte der Betrieb stärkere fünf- bis siebenachsige Lokomotiven. Großer Zuwachs auf schließlich 213 Exemplare ergab sich zuletzt ausgerechnet im besetzten Frankreich. Doch die vorhandenen ELNA-Lokomotiven blieben auch nach dem Zweiten Weltkrieg unverzichtbar. In der sowjetischen Zone bzw. in der DDR erhielten sie sogar Reichsbahnnummern der Baureihen 91 und 92.

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