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EK Dezember 2018

Eisenbahn-Kurier Dezember 2018

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BEG: Expressverkehr Main-Spessart an DB Regio vergeben

bombardier_twindexx_varioDie neuen TWINDEXX Vario-Züge von Bombardier. Foto: Bombardier

[2. Januar 2013] Im Juni 2012 hatten die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) und der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) die Nahverkehrsleistungen Main- Spessart neu ausgeschrieben. Der Zuschlag für den stündlichen Expressverkehr zwischen Frankfurt (Main) Hbf, Aschaffenburg und Würzburg soll jetzt an die DB Regio AG erteilt werden.

Der neue Vertrag wird im Dezember 2015 beginnen und sieht eine Laufzeit von zwölf Jahren vor. Das von der BEG und dem RMV entwickelte Fahrplankonzept lässt jede zweite Stunde Züge über Würzburg hinaus nach Schweinfurt bis Bamberg weiterfahren.

Fritz Czeschka, Geschäftsführer der BEG, freut sich für die Fahrgäste: „Der Expressverkehr zwischen Franken und der Main-Metropole wird ab Ende 2015 erheblich verbessert. Wir verlangen von DB Regio fabrikneue Fahrzeuge und 25 Prozent mehr Sitzplätze in der Hauptverkehrszeit.“

RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat unterstützte dies: „Seit Jahren erhöhen wir durch Ausschreibungen von Verkehrsleistungen die Qualität und den Komfort für unsere Fahrgäste. Wir freuen uns, dies nun auch auf der Strecke nach Bayern hinein tun zu können. „Neue Fahrzeuge und mehr SitzplätzeSchwerpunkt der Ausschreibung war eine deutliche Steigerung der Sitzplatzkapazitäten und der Einsatz neuer klimatisierter Fahrzeuge, um die Qualität für die Fahrgäste deutlich zu verbessern. Um der steigenden Nachfrage im Pendlerverkehr in das Rhein-Main-Gebiet künftig gerecht zu werden, soll es nach Vorgabe von BEG und RMV bei den am stärkstennachgefragten Pendlerverbindungen morgens und abends mindestens 800 Sitzplätze geben. Das sind 25 Prozent mehr Sitzplätze gegenüber den derzeit im Berufsverkehr eingesetzten Doppelstockzügen. Die Fahrzeuge haben zudem ausreichend Platz für Gepäck und verfügen über behindertengerechte Toiletten und Mehrzweckräume für die Fahrradbeförderung. Um mobilitätseingeschränkten Reisenden eine möglichst reibungslose Fahrt zu gewährleisten, wird jeder Zugteil mit mindestens zwei Rollstuhlplätzen ausgestattet sein.

Spürbare Angebotsverbesserungen

Das heutige Fahrplankonzept soll grundsätzlich fortgeführt werden. Durch die Ausschreibung werden zusätzlich einige Verbesserungen im Spät- und Wochenendverkehr möglich. Trotz knapper Finanzmittel wird das heutige Fahrtenangebot weiter verbessert. So gibt es zum Beispiel zusätzliche Verkehre am späten Abend. Damit haben insbesondere Kulturbesucher günstige Rückreisemöglichkeiten aus Frankfurt am Main und Würzburg. Freuen können sich auch Wochenend-Ausflügler: Samstags und sonntags werden vier Expresszüge zwischen Frankfurt am Main und Bamberg unterwegs sein, die den direkten Weg zwischen Gemünden und Schweinfurt nehmen. Die Reisezeit beträgt dann nur noch zweieinhalb Stunden.

Voraussichtlich ab Dezember 2016 wird mit der Inbetriebnahme der Neubaustrecke Heigenbrücken – Laufach im Zuge der Umfahrung des Schwarzkopftunnels sowie mit der Modernisierung der Bahnhöfe Laufach, Hösbach, Heigenbrücken (Neubau) und Partenstein die Betriebsqualität der Strecke Frankfurt (Main) – Würzburg zusätzlich spürbar verbessert. Zeitgleich wird dann in Aschaffenburg der stündliche Anschluss von den Expresszügen aus Bamberg und Würzburg zum Regionalbahnverkehr Aschaffenburg – Darmstadt – Wiesbaden (RB 75) hergestellt.

Service, Tarif und Vertrieb

Um den Fahrgästen einen umfangreichen Service im Main-Spessart-Netz zu garantieren, wird auf allen Strecken grundsätzlich jeder Zug mit mindestens einem Zugbegleiter besetzt sein. Fahrkarten, so die Forderung der BEG, werden am Schalter mindestens in Aschaffenburg, Gemünden, Karlstadt, Lohr, Würzburg, Schweinfurt und Bamberg erhältlich sein. Ein Kundencenter, das neben Fahrplan- und Tarifinformationen auch Auskünfte über regionale Freizeitangebote bietet, wird in Würzburg eingerichtet.

Neben der Anerkennung der bisherig gültigen Nahverkehrstarife wird es Sonderangebote im Freizeitverkehr geben: Gefordert hat die BEG zum Beispiel eine ermäßigte übertragbare Monatskarte (Freizeitkarte), die von Montag bis Freitag ab 9 Uhr, am Wochenende und an Feiertagen ganztags gültig ist. Innerhalb des RMV gilt der normale RMV-Tarif, die Fahrkarten sind an jedem Fahrkartenautomaten und in den Verkaufsstellen erhältlich.

Wer von Frankfurt aus bis Aschaffenburg fährt, für den gilt der Übergangstarif mit der Verkehrsgemeinschaft am Bayerischen Untermain (VAB).

Beteiligung am Qualitätsmesssystem

DB Regio verpflichtet sich, am Qualitätsmesssystem der BEG teilzunehmen, dem sich der RMV auf dieser Strecke anschließt. Damit prüft die Bayerische Eisenbahngesellschaft die Sauberkeit, die Funktionsfähigkeit der Ausstattung, die Fahrgastinformation im Zug, die Servicequalität und die Kundenfreundlichkeit. Außerdem gelten hohe Anforderungen hinsichtlich Pünktlichkeit und Anschlusssicherung. Werden vertraglich vereinbarte Qualitätsziele nicht erfüllt, erhebt die BEG Strafzahlungen.

Vergabeverfahren

Das Vergabeverfahren hat die Bayerische Eisenbahngesellschaft zusammen mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund durchgeführt. 17 Prozent der Verkehre liegen im hessischen Landesgebiet, 83 Prozent in Bayern. Die Ausschreibung wurde am 16.06.2012 im Supplement zum Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. Der endgültige Zuschlag kann wegen der Einspruchsmöglichkeiten der unterlegenen Bieter frühestens am 13.01.2013 erfolgen.

Quelle: BEG


Neue moderne Doppelstockzüge im Spessart

 DB Regio Franken freut sich über den Gewinn der Ausschreibung Main-Spessart
[2. Januar 2013] Der Gewinn der Ausschreibung Main-Spessart hat bei DB Regio Franken große Freude ausgelöst. Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) hatte heute mitgeteilt, dass der Wettbewerb zugunsten der DB entschieden wurde. „Ab Dezember 2015 werden wir mit einer neuen Generation von Doppelstockzügen den Reisenden zwischen Bamberg, Würzburg, Aschaffenburg und Frankfurt mehr Komfort und Qualität bieten“, so Norbert Klimt, Vorsitzender der Regionalleitung DB Regio Bayern.

Rund 160 Arbeitsplätze bei DB Regio Franken sind durch die gewonnene Ausschreibung des Main-Spessart-Express in Unterfranken bis 2027 gesichert. Diese Verkehre werden mit besonders komfortablen Doppelstocktriebzügen der neusten Generation „TWINDEXX Vario (Do2010)" des Herstellers Bombardier Transportation gefahren. Die vorgesehenen 12 vierteiligen Triebzüge verfügen über jeweils 425 Sitzplätze (400 der 2. und 25 der 1. Klasse) und bestechen durch ihren hohen Fahr- und Sitzkomfort sowie innovative technische Details. Ein besonderes Plus sind 25% mehr Sitzplätze (850 Plätze) in den Zügen der Hauptverkehrszeit.

„DB Regio Franken hat mit diesem Angebot unter hartem Wettbewerbsdruck die BEG und den Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) überzeugt, dass wir besser als jeder andere in der Lage sind, einen hochwertigen, kundenfreundlichen und leistungsfähigen Regionalverkehr anzubieten. Sechs Monate intensive Arbeit mit einem leistungsstarken Projektteam, haben sich ausgezahlt“, so Klimt.

Vier jeweils über den gesamten Triebzug verteilte Mehrzweckbereiche mit mind. 48 Fahrradstellplätzen bieten auch für den Freizeitverkehr entlang des Maintals beste Voraussetzungen. Zwei Zugpaare in jeder Richtung werden am Wochenende und an Feiertagen über die Werntalbahn Frankfurt auf kürzestem Weg mit Bamberg verbinden. Leitstelle, Werkstatt und Teile der Verwaltung werden in Würzburg angesiedelt sein. Die Einsatzstellen für das Zugpersonal werden auf Aschaffenburg, Gemünden und Bamberg verteilt.

Quelle: Deutsche Bahn AG