Loco­more: Wieder­auf­nahme des Zug­be­triebes ab 24.8.2017

x500locomoFoto: EK

Fern­bu­san­bi­eter FlixBus unter­stützt die Wieder­auf­nahme des Locomore-Zugs nach der Insol­venz des Fernzug-Startups durch eine großan­gelegte Koop­er­a­tion. Bah­ntick­ets für die Locomore-Strecken wer­den ab sofort über die inter­na­tionale FlixBus-Plattform und alle Ver­trieb­swege des Fern­bu­san­bi­eters verkauft. Das pri­vate Verkehrsun­ternehmen LEO Express führt die Locomore-Verkehre fort. So kann der Zug­be­trieb auf der Trasse Berlin-Stuttgart über Halte wie Han­nover, Frank­furt oder Hei­del­berg ab 24. August wieder­aufgenom­men wer­den.

„Mobil­ität muss nicht teuer sein“ – Für €9,90 quer durch Deutsch­land

Tick­ets für die Zugstrecken quer durch Deutsch­land sind auf www.FlixBus.de ab €9,90 buch­bar, Kurzstrecken bere­its ab €5. André Schwämm­lein, FlixBus-Gründer und Geschäfts­führer: „FlixBus ist mit­tler­weile eine inter­na­tional bekan­nte Marke. Wir haben in den let­zten Jahren bewiesen, dass Mobil­ität nicht teuer sein muss, wenn man die entsprechende Aus­las­tung erre­icht. Wir sind überzeugt, dass wir über die FlixBus-Plattform die nötige Zahl an Kun­den gewin­nen, um einen nach­halti­gen Betrieb der Locomore-Strecken auch bei gün­sti­gen Tick­et­preisen zu ermöglichen. Zeit­gle­ich prof­i­tieren wir durch die inter­modale Inte­gra­tion in unser Fern­bus­netz von neuen Ziel­grup­pen für die FlixBusse.“

Zukunft Inter­modal­ität — Neue Gesellschaft bün­delt Schienenko­op­er­a­tio­nen

xIMG 4960LEO Express setzt in Tschechien FLIRT-Triebwagen ein. Hier ist ein Zug in Prag-Liben zu sehen. Foto: Erik Körschen­hausen

FlixBus kooperiert bere­its seit 2015 in Tschechien mit dem pri­vaten Verkehrsun­ternehmen LEO Express. Peter Köh­ler, CEO von LEO Express: „Wir glauben an das Pro­dukt Loco­more. Gemein­sam mit FlixBus wollen wir zwei nach­haltige, ökol­o­gis­che Verkehrsmit­tel mul­ti­modal verbinden.“ Auch in Öster­re­ich verknüpft FlixBus seine Fernbus-Linien bere­its seit 2013 erfol­gre­ich mit dem pri­vaten Eisen­bah­nun­ternehmen WEST­bahn, in Deutsch­land kooperiert FlixBus mit dem Köl­ner Nahverkehr KVB.

Diese Koop­er­a­tio­nen mit dem Schienen­verkehr bün­delt das Unternehmen nun in der neuge­grün­de­ten Gesellschaft Flix­Train GmbH. André Schwämm­lein: „Inter­modale Konzepte wie die Kom­bi­na­tion aus Fern­bus und Zug funk­tion­ieren bere­its in anderen Län­dern. So schaf­fen wir eine attrak­tive Alter­na­tive zum eige­nen Auto. Wir glauben, dass die Ver­net­zung von öffentlichen Verkehrsmit­teln auch in Deutsch­land die Zukunft der Mobil­ität ist.“

x500locofitzgeraldBisher set­zte LOCO­MORE Taurus-Lokomotiven von Hec­tor­rail ein. Foto (Berlin Hbf): Dierk Lawrenz

Locomore-Crowdfunder erhal­ten FlixBus-Freifahrten

Das Berliner Fernzug-Startup Loco­more wurde 2007 gegrün­det und war dank Crowd-Funding am 14. Dezem­ber 2016 auf der Trasse zwis­chen Stuttgart und Berlin ges­tartet. Im Mai 2017 musste der DB-Konkurrent Insol­venz anmelden und stellte seine Zugverbindun­gen zum 12. Mai 2017 ein. Die Locomore-Züge hat­ten bis dahin rund 70.000 Fahrgäste befördert. FlixBus unter­stützte hier bere­its durch eine Freifahrt-Aktion für die von der Ein­stel­lung betrof­fe­nen Locomore-Fahrgäste. Die Crowd­fun­der erhal­ten nach der Insol­venz des Star­tups Freifahrten für das europaweite FlixBus-Netz sowie ein Bonusguthaben für das LEO Express-Netz in Zen­traleu­ropa.

Quelle: Flixbus/Leo Express/Locomore