Die SBB hat heute den Vertrag mit Siemens Mobility Schweiz über die Lieferung von 116 sechsteiligen Desiro DoSto Doppelstockzügen sowie einer Option auf bis zu 84 weitere Züge unterzeichnet. Der Auftragswert liegt bei rund 2 Milliarden Schweizer Franken. Die neuen Doppelstockzüge kommen ab dem Jahr 2031 auf dem Netz der Zürcher S-Bahn zum Einsatz.
„Dieser Auftrag über rund 2 Milliarden Schweizer Franken unterstreicht das Vertrauen der SBB in Siemens“, sagt Roland Busch, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG. „Zuverlässigkeit, Nachhaltigkeit und Lebensqualität – das verbinden die Menschen in der Schweiz mit der Bahn. Und wir sind stolz, mit unseren neuen Zügen und unserer führenden Technologie diese hohen Ansprüche für die Zukunft zu erfüllen. Auch dass wichtige Teile des Projekts – von Projektleitung über Tests und Zulassungsfahrten bis zur Betriebseinführung – in der Schweiz stattfinden, zeigt unsere tiefe Verbundenheit mit dem Land.“
„Der Desiro Doppelstock basiert auf unserer bewährten Desiro-HC-Plattform, die sich im täglichen Fahrgastbetrieb in zahlreichen Ländern als sehr zuverlässig erwiesen hat. Auf dieser erprobten Basis liefern wir der SBB eine weiterentwickelte Lösung, die hohe Kapazität, Komfort und Nachhaltigkeit vereint und optimal auf die Anforderungen moderner S-Bahn-Netze ausgelegt ist“, sagt Michael Peter, CEO Siemens Mobility. „Mit mehr als 440 verkauften Zügen der Desiro-HC-Familie und über 200 Millionen gefahrenen Kilometern steht diese Plattform für höchste Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit.“
Der Desiro DoSto ist optimal auf die Bedürfnisse von Ballungszentren der Zukunft ausgerichtet, bietet viel Platz sowie Komfort und setzt Massstäbe in der Nachhaltigkeit. Der Zug bietet mit rund 540 Sitzplätze und acht geräumigen Multifunktionszonen zum einfachen Ein- und Aussteigen deutlich mehr Kapazität für stark frequentierte Linien. Gegenüber der ersten Generation, die durch die neuen Fahrzeuge ersetzt wird, stehen rund 30 % mehr Stehplätze sowie 10 % mehr Sitzplätze zur Verfügung.
Der Zug zeichnet sich durch einen geringen Energieverbrauch dank effizienter Traktionskomponenten, integrierter Wärmepumpe und intelligentem Energiemanagement über die Fahrzeugsteuerung aus. Beim Bau der Wagenkästen kommt 100% CO2-reduziertes Aluminium zum Einsatz.
Auch beim Reisekomfort und bei der Sicherheit setzt der Desiro DoSto neue Akzente: Niederflurige Einstiege an allen Türen erleichtern den Zugang für alle Reisenden. In der 1. Klasse sorgen verstellbare Sitze, Klapptische und ein grosser Sitzabstand für zusätzlichen Komfort. Steckdosen an den Sitzplätzen in der 1. und 2. Klasse ermöglichen das Laden von mobilen Geräten unterwegs; in den Multifunktionszonen stehen zudem Steckdosen zum Aufladen von E-Bikes zur Verfügung. Eine verbesserte Kundeninformation im Fahrgastraum mit mehr und großen Bildschirmen unterstützt die Orientierung, ergänzt durch ein Lichtband über den Türen, das jeweils die richtige Ausstiegsseite anzeigt. Zusätzliche Notsprechstellen ermöglichen es den Fahrgästen, im Bedarfsfall rasch Hilfe anzufordern.
Die Lieferung der neuen Doppelstockzüge erfolgt durch Siemens Mobility mit Sitz in Wallisellen, die seit über 100 Jahren in der Schweiz aktiv ist und mehrere Entwicklungsabteilungen und Produktionsstätten betreibt. Die Fertigung der Wagenkästen ist in Krefeld vorgesehen. In der Schweiz erfolgen neben dem Projektmanagement die Tests, die Zulassungsfahrten, die Inbetriebsetzung und die Einführung in den Betrieb mit lokalen Partnern sowie Instandhaltungsarbeiten während der Gewährleistungsfrist. Siemens Mobility und die SBB arbeiten seit Jahrzehnten erfolgreich in den verschiedensten Bereichen zusammen. Zudem stärken seit zehn Jahren über 180 Vectron-Lokomotiven von Siemens Mobility das Rückgrat des Güterverkehrs in der Schweiz wie auch international.
Quelle: Siemens Mobility